Information über unseren aktuellen Wissensstand zum Verteilerkreis

 

Nach unserem Gespräch mit der ASFINAG im Februar über die Zwischennutzung von Teilen des Verteilerkreises wurde die Bezirksvorstehung von uns in einem Schreiben aufgefordert, ihrer Zusage anlässlich der BürgerInnenversammlung im April 2015 zu mehr Information der Bürger nachzukommen. Ebenso haben wir verlangt, dass zumindest die derzeit brach liegenden geschotterten Flächen zum Schutz der Umwelt begrünt werden. Leider blieb unser Schreiben unbeantwortet.

Ein Artikel am 16.7. in der Presse – „Wien als neue Drehscheibe“ –  hat uns bis zu diesem Datum bereits kursierende Gerüchte bestätigt, dass der Verteilerkreis als einer von drei möglichen Standorte eines zentralen Busterminals für Wien ausgewählt wurde.

Am 5. September haben wir eine Anfrage über die Richtigkeit dieser Presseaussendung an die Bezirksvorstehung gemacht. Die Antwort waren drei Zeilen mit der Bestätigung, dass es das Projekt mit der Variante Verteilerkreis gibt.

Eine Anfrage der ÖVP-Favoriten in der Bezirksvertretungssitzung am 14.9. wurde zur Beantwortung auf die Sitzung am 9.11, verschoben. Die Antwort war im wesentlichen gleichlautend mt dem Presse-Artikel und der Antwort auf unser Schreiben.

Bei einem Telefonat am 28.9. mit der ASFINAG wurde das Projekt ebenfalls bestätigt. Die ASFINAG würde demnach die notwendigen Flächen zur Verfügung stellen, es handelt sich aber um ein Projekt der Stadt Wien.

Um diese Zeit gab es zum Verteilerkreis in der ORF-Sendung „Wien heute ein Beitrag über den Verteilerkreis, wo der Busterminal Thema war.Herr BV-Stellvertreter Kaindl hat im Interview unter Anderem dazu ausgesagt, dass bei neuen Projekten verstärkt die Bevölkerung eingebunden werden muss. Die Entscheidung für den Standort sollte bis Ende 2016 erfolgen, bis heute gibt es keinerlei Anzeichen einer Bürgerinformation geschweige einer Beteiligung.

Weitere Presseartikel beschäftigten sich mit dem Projekt, z.B. Bezirkszeitung vom 10./11. 10.

Am 14. 12. erschien in der Kurier-Beilage „Business“ ein Interview mit Thomas Blaguss, Geschäftsführer des gleichnamigen  Busunternehmens, unter dem Titel „Der Fernbus kommt in Fahrt – …“. Er sagt dort: „Seit eineinhalb Jahren wird über einen zentralen Autobusbahnhof geredet. Er könnte am Verteilerkreis entstehen – dorthin fährt ab nächsten Jahr auch die U1….“

Die ÖVP-Favoriten hat am 14.12. in der Bezirksvertretungssitzung einen Resolutionsantrag „Kein Busbahnhof am Verteilerkreis“ eigebracht. Rot-Grün-NEOS und GfW haben diesen Antrag abgelehnt. Offensichlich ist unsere Bezirksvorstehung für das Projekt. Eine Entscheidung fällt auf Landesebene.

Für das Projekt gibt es natürlich recht detaillierte Unterlagen, die aber nicht veröffentlicht und auch unseren (zumindest den oppostionellen) Bezirksvertretern nicht zugänglich gemacht werden.

Auf Recherchen zu den Auswirkungen des zusätzlichen Verkehrs aus der Errichtung des Busterminals am Verteilerkreis konnten wir einige Aussagen aufnehmen:

  • keine  Parkplätze, Möglichkeit der Zubringung und Abholung der Fahrgäste durch Öffis und Taxis
  • Privat-PKWs nur zu Ein- und Austiegsmöglichkeit
  • Verkehrsplaner sieht keine Probleme, da „zusätzliches Verkehrsaufkommen wesentlich geringer als bei der ursprünglich geplanten P&R-Garage mit über 1000 Stellplätzen“. Klingt wie ein Scherz, da in unserer Argumentation gegen die Verbauung  die Garage und der Verkehr einer der wesentlichen Punkte war.

Wir werden die Angelegenheit weiter verfolgen und bitten um Ihre Mithilfe. Sollten Sie Informationen oder Hinweise haben oder erhalten, leiten Sie diese an uns weiter!

Wir wünschen allen unseren Unterstützern und Lesern

ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

Bürgerinitiative gegen die Verbauung des Verteilerkreises

 

Offfener Brief an die Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner/SPÖ

Sehr geehrte Frau Bezirksvorsteherin Mospointner!

Ich möchte Ihnen schon zwei Wochen vor der Wahl eine mögliche Fehlinterpretation des kommenden SP-Wahldebakels der Wahlen am 11. Oktober ersparen. Die erheblichen Stimmverluste für die SPÖ-Favoriten werden Sie nicht ausschließlich einer weltpolitischen Ebene anlasten können oder einer EU-Migrationpolitik und einem Teilversagen der österreichischen Bundespolitik in Flüchtlingsfragen. Nein! Die hohen Stimmverluste werden auch auf Ihre Kappe gehen. Sie vergrämen hunderte UnterzeichnerInnen der Petition gegen die Verbauung des Favoritner-Verteilerkreises mit Ihrem Schweigen. Dutzendfach wurden in den letzten eineinhalb Jahren die SPÖ-Favoriten und die Bezirksvorstehung um eine klare Positionierung zu diesem gigantischen Projekt ersucht. Vergeblich! Außer Ablenkungsmanöver nur Schweigen. Wenn Sie also bitte am 11. Oktober das SP-Wahldebakel nicht der EU-Migrationspolitik in die Schuhe schieben, sondern vor der eigenen Türe kehren würden, wäre dies hoch angebracht. Wobei ich wenig Zuversicht besitze, dass mit so viel Ehrlichkeit zu Tage gegangen werden wird. Schreiben Sie doch, „die Information der Bevölkerung über die Bezirksentwicklung ist mir ein großes Anliegen“ (Favoriten Info – Eine Information der Bezirksvorstehung Favoriten Juni 2015, S. 1) und gleichzeitig prolongieren Sie Ihr eisernes eineinhalbjähriges Schweigen zur unfassbaren Hochhausverbauung des Verteilerkreises. Frau Bezirksvorsteherin, das ist keine ehrliche Politik, das wissen Sie auch und interpretieren hoffentlich Ihr sicheres Wahldebakel nicht falsch. Das ist nämlich nicht der EU geschuldet, sondern fußt auch hochgradig auf Ihrer Bezirkspolitik.

 

Mit freundlichen Grüßen

Peter Kumanovits

BürgerInneninitiative Verteilerkreis

Was hat sich in den letzten Wochen getan ?

Nach langem Insistieren, wurde endlich ein Protokoll zur Bürgerversammlung veröffentlicht. Doch ohne ein einziges Statement, dass die Bezirksvorsteherin bei der Versammlung abgegeben hat. Seitdem werden wir zwischen Büro der Bezirksvorsteherin und dem Bürgerbüro hin und her geschickt und will nicht verstehen, warum wir mit dem Protokoll nicht zufrieden sind.

Dabei ist es einfach: Wir wollen das von die von der Bezirksvorsteherin geäußerten Ansichten im Protokoll wiederfinden !

Es sieht so aus, wie wenn die Bezirksvorsteherin (Mospointner Hermine, SPÖ) sich über die kommenden Wahlen retten will, ohne weitere Ihrer Bürger zu vergrämen.

Aber lesen Sie selbst:


 

Von: BI Verteilerkreis *EXTERN* [mailto:bi.verteilerkreis@gmail.com]
Gesendet: Montag, 29. Juni 2015 11:23
An: BV 10 Post

Betreff: BürgerInnenversammlung vom 7.April 2015, unser Schreiben vom 9.Juni 2015

Sehr geehrte Frau Bezirksvorsteherin,

leider haben wir auf unser Mail vom 9.Juli, das auch auf unserer Homepage veröffentlicht wurde, bis heute keine Reaktion erhalten. Zur Sicherheit lege ich das Schreiben bei, falls es bei Ihnen nicht angekommen sein sollte.
Bitte um Mitteilung, wie die Bezirksvorstehung weiter vorzugehen gedenkt und bis wann weitere Informationen an die Bevölkerung zu erwarten sind.

Wir erlauben uns auch, dieses Mail dem Vorsitzenden, den Stellvertretern, sowie den Klubobleuten der Bezirksvertretung zur Kenntnis zu bringen.

Bitte um eine rasche Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Wilhelm Deistler

Bürgerinitiative gegen die geplante Verbauung des Verteilerkreises“


Am 15. Juli 2015 um 12:01 schrieb BV 10 Post <post@bv10.wien.gv.at>:

Sehr geehrter Herr Deistler,

ich kann Ihnen im Auftrag der Frau Bezirksvorsteherin mitteilen, dass das Büro Emrich ersucht wurde, die Dokumentation der Veranstaltung zu veröffentlichen. Nach Vorliegen wird ein entsprechender Verweis auch auf der Homepage des Bezirks auf wien.at erfolgen.

Mit freundlichen Grüßen

RegR Franz Jerabek

Büroleiter

Bezirksvorstehung Favoriten

 


Sehr geehrter Herr RegR Jerabek,

ich habe nach Ende der BürgerInnenversammlung die Frau Bezirksvorsteherin angesprochen und gebeten, dass wir ihre Aussagen zu dem Projekt, „es ist erst ein Entwurf, nichts ist fix“, Einbindung der Bürger,“nichts ohne Bürgerbeteiligung“, weitere Informationsveranstaltungen und Schlussworte, usw., schriftlich bekommen. Ihre Antwort war, dass dies nicht notwendig ist, da dies durch Emerich Consulting dokumentiert und auf deren Homepage veröffentlicht wird. Leider fehlen diese Informationen in der Dokumentation von Emerich Consulting noch immer. Es gibt lediglich die Agenda und die Präsentationsunterlagen der Fachleute unf diverse Fotos. Keine Diskussionsbeitrage, Antworten auf Fragen und politische Aussagen. Und gerade diese wären für die betroffene Bevölkerung enorm wichtig, um sich ein Bild über die Stellung der Bezirksvorstehung zum Projekt machen zu können.

Wir ersuchen um Veranlassung, dass die fehlenden Informationen in der Dokumentation wie zugesagt rasch nachgereicht werden. Man könnte sonst meinen, dass die Bezirksvorstehung an einer umfassenden Information der Bevölkerung nicht Interessiert ist.

Mit freundlichen Grüßen

Wilhelm Deistler

Bürgerinitiative gegen die geplante Verbauung des Verteilerkreises


 

Am 5. August 2015 um 15:04 schrieb Hans Emrich <emrich@emrich.at>:

Sehr geehrter Herr Deistler,

 

das Protokoll wurde von uns, in Abstimmung mit der Bezirksvorstehung, schon auf die Homepage geladen. Hier der direkte Link zum Protokoll:

 

http://www.emrich.at/wp-content/uploads/2015/04/B%C3%BCrgerInneninformation-Verteilerkreis_Protokoll_-07-04-2015_Ausgang.pdf

 

Auf der Seite zum Verteilerkreis findet man das Protokoll bei den Downloads unterhalb der ergänzenden Pläne/ Unterlagen.

 

Ich hoffe Ihnen damit geholfen zu haben.

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

 

VERENA HÖFER
___________________________________________________
E M R I C H   C O N S U L T I N G
R A U M P L A N U N G  +  K O M M U N I K A T I O N

DIPL. ING. HANS EMRICH, MSc
STAATLICH BEFUGTER UND BEEIDETER ZIVILTECHNIKER
INGENIEURKONSULENT FÜR RAUMPLANUNG
EINGETRAGENER MEDIATOR, SUPERVISOR – ÖVS

A – 1040  WIEN,  SCHAUMBURGERGASSE 11/5

TEL   +43 1 89 54 891 – 16
FAX  +43 1 89 54 891 – 11

A – 2534  ALLAND,  KALKBERGGASSE 298
TEL   +43 2258 27 911
FAX  +43 2258 27 914

mailto:hoefer@emrich.at
www.emrich.at


Sehr geehrter Herr Emrich,

besten Dank für die Übermittlung des Protokolls der BürgerInnenversammlung vom 7.April. Es freut mich, dass dies nach ca. vier Monaten gelungen ist. Mir ist aber bewusst, dass dies nicht an Ihnen gelegen ist, da Sie sich mit der Bezirksvorstehung abstimmen mussten. Das Protokoll zeigt, dass es zu den vielen aufgeworfenen Fragen praktisch keine Antworten gegeben hat. Zum Teil waren Antworten auch nicht richtig, wie gleich zu meiner erste Frage über die Aussage der Wiener Linien, dass die Oberfläche des Verteilerkreises wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt wird. Ich lege eine Kopie eines Ausschnittes der Homepage der Wiener Linien von heute bei, die meine Aussage noch immer bestätigt.

Es gäbe natürlich noch sehr viele Punkte aus dem Protokoll, die zu diskutieren und klarzustellen wären. Ich hoffe, es wird dazu noch viele Möglichkeiten geben.

Ein Punkt fehlt uns leider komplett in der Dokumentation.

Wenn man sie durchsieht, könnte man meinen, die Bezirksvorstehung war bei diese Veranstaltung überhaupt nicht anwesend. Dabei hat doch sie zur Versammlung geladen. Und so fehlen jegliche Aussagen der Bezirksvorsteherin. Keine Begrüßung, keine auch nur geringfügige Beteiligung an der Diskussion und keine Schlussworte und Verabschiedung. Dabei wurden sehr wohl auch politische Aussagen, wie in meinem Schreiben vom 5.8.2015 an die BV angeführt, getätigt. Es mag sein, dass diese Aussagen für die Frau Bezirksvorsteherin bedeutungslos und somit nicht erwähnenswert sind, oder man möchte sie am liebsten vergessen. Die Bürger haben aber ein Anrecht, auch diese Punkte in der Dokumentation zu finden.

Übrigens ist mit der Dokumentation erst ein Punkt unseres Offenen Schreibens vom 9.6.2015 an die Fr. Bezirksvorsteherin in Schwung gebracht worden. Die vielen anderen Punkte sind bis heute unbeantwortet.

Das Projekt Verteilerkreis mit den in unmittelbarer Nähe liegenden Vorhaben

  • Violapark
  • FH Campus-Erweiterung und
  • Erweiterung der Generali Arena und Austria Akademie
ist ein massiver Eingriff in die Gegend um den Laaerberg. Wissen Sie ob es hier eine Koordination seitens der Stadt Wien gibt?

Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir dazu eine Antwort geben könnten.

Nochmals besten Dank für Ihre Unterlagen.

Mit freundlichen Grüßen

Wilhelm Deistler

Bürgerinitiative gegen die geplante Verbauung des Verteilerkreises.


Am 1. September 2015 um 14:33 schrieb Sandra Herschkowitz <herschkowitz@emrich.at>:

Sehr geehrter Hr. Deistler,

ich bitte um Verzeihung für meine späte Rückmeldung aufgrund der Urlaubszeit.

Ich habe Ihre Nachricht an die BV10 und die MA21 weitergeleitet. Hr. Jerabek hat mich darüber informiert, dass er bzgl. Ihrer Nachricht bereits mit Ihnen im Kontakt steht. Hr. Hrncir ist dzt. auf Urlaub.

Beste Grüße,

Sandra Herschkowitz

DIPL. ING. SANDRA HERSCHKOWITZ
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STAATLICH BEFUGTER UND BEEIDETER ZIVILTECHNIKER
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A – 2534 ALLAND, KALKBERGGASSE 298
TEL  +43 2258 27 911
FAX +43 2258 27 914

mailto: herschkowitz@emrich.at
www.emrich.at


Sehr geehrte Frau Herschkowitz,
besten Dank für Ihr Mail.
Es stimmt, dass ich mit der Bezirksvorstehung in schriftlichem Kontakt stehe. Leider gelingt es mir offensichtlich nicht, den Beteiligten klar zu machen, warum wir mit dem jetzigen Stand des Protokolls nicht zufrieden sind. Es hat schon vier Monate gedauert, bis Sie das Protokoll veröffentlichen konnten (durften?). Die Beiträge der Bezirksvorstehung in der Bürgerversammlung, allen voran Fr. Mospointner sind bis heute nicht Teil des Protokolls. Wir fordern daher eine Ergänzung, in der auch die Aussagen von Frau Mospointner, wie „bis jetzt nur Vorstellungen der Planer und der ASFINAG“, „nichts ohne Einbindung der Bevölkerung“, „nichts ohne schlüssiges Verkehrskonzept“, weitere Informationsveranstaltungen, usw., schriftlich festgehalten sind. Ich glaube, dass sich dies auch die ca.600 Teilnehmer an der Bürgerversammlung und die ca.2000 Unterstützer der Bürgerinitiative, 1500 davon Unterzeichner der Petition, erwarten. Emrich Consulting war ja Protokollführer und müsste diese Informationen besitzen. Wenn die Bezirksvorstehung diese nicht bekanntgeben will, soll sie dies klar darlegen und uns mitteilen.
Bitte lesen Sie auch den Schriftverkehr mit der Bezirksvorstehung seit 29.6.2015.
Ich hoffe, Sie können unser Anliegen verstehen und warte auf Ihre Stellungnahme.
Mit freundlichen Grüßen
Wilhelm Deistler
Bürgerinitiative gegen die Verbauung des Verteilerkreises

 

Seit diesem Zeitpunkt herrscht sowohl seitens der Bezirksvorstehung wie auch vom zur Erstellung des Protokolls von der Bezirksvorstehung beauftragten Büro DI Emrich Funkstille !

Die Anwort kann aber am 11.10.2015 an der Wahlurne gegeben werden !

 

 

 

Offizielle Antwort des Petitionsauschusses

Anbei die Antwort zu zu unserer Petition inklusive der Stellungnahmen von Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner und der Stadträtin für Bürgerbeteiligung Mag. Maria Vassilakou:

Kurzfassung: Die Bezirksvorsteherin kann sich an Ihr Versprechen, den Kreisverkehr in alter Form wiederherstellen zu lassen, nicht mehr erinnern, der Stadträtin für Bürgerbeteiligung sind die Bürger, die betroffene Anrainer sind, vollkommen egal.

Eine Antwort kann man den Beiden bei der kommenden Wahl im Oktober geben !

 

Anbei die offizielle Stellungnahme des Petitionsausschusses:

GSK Schreiben MA26

Die Stellungnahmen von Bezirk und Stadtrat:

11 SN der BV 10

Anschreiben GSK –  12 SN-GSK

Mail an GR Hursky, SPÖ

Sehr geehrter Herr Gemeinderat,

besten Dank für Ihr Mail und Ihren Dank für das konstruktive Gespräch am 27.1.2015. Auch wir haben das Gespräch so empfunden. Wir legen Ihnen als Beweis eine Gesprächsnotiz bei, die wir nach dem 27. Jänner innerhalb der Bürgerinitiative verteilt haben. Aus der geht –  glauben wir –  sehr klar hervor, welche Anliegen wir damals besonders angesprochen haben und wo wir teilweise sogar recht detailliert diskutiert haben:

  1. Sie selbst haben gesagt, dass Sie als Auto fahrender Benützer des Verteilerkreises die dortige Verkehrssituation sehr gut kennen
  2. Wir haben auf die prekäre Umweltsituation (Feinstaubmessung) am Laaerberg hingewiesen,
  3. Wir haben unsere Ablehnung von Hochhäusern am Verteilerkreis dargelegt. Sie haben dies notiert und zur Kenntnis genommen.
  4. Wir haben ein Hotel am Verteilerkreis in Frage gestellt und vorgeschlagen, das Studentenheim am Gelände des FH-Campus zu errichten, der ja wesentlich vergrößert werden soll.
  5. Wir haben zur Diskussion gestellt, statt neuer Geschäfte, Supermarkt und Gastronomie am Verteilerkreis, die Infrastruktur der oberen Favoritenstraße, die durch den U-Bahn-Bau zerstört wurde, wieder zu revitalisieren. Supermärkte gibt es im Umkreis genügend (Hanssonzentrum).
  6. Wir haben das Mobilitätszentrum in Frage gestellt. Es wäre doch wieder eine Verkehrs-Anlaufstelle.
  7. Wir haben Zweifel, ob ein großes Polizeikommissariat überhaupt die Möglichkeit hat, mit Einsatzfahrzeugen bei Unfällen oder Katastrophen den Verteilerkreis Richtung Einsatzort verlassen zu können. Dazu ist nach wie vor die Frage eines Sicherheitskonzeptes für Favoriten offen.
  8. Wir finden auch die bis zu 9 m hohe Sockelzone nicht attraktiv.
  9. Natürlich war auch die P&R-Garage ein Thema und wir haben Ihnen dazu auch die doch recht kritische Stellungnahme des ÖAMTC dargelegt.

 

Sie führen 4 Punkte in Ihrem Mail an, die Sie als unsere Anliegen als Empfehlung an die Stadträtin Mag. Vassilakou weitergegeben haben:

 

  1. Die Möglichkeit zur Beteiligung der Anrainer und Anrainerinnen. Unser Anliegen kann nur darin bestehen, dass Beteiligung von den Verantwortlichen ernst genommen und in die Projektplanungen verbindlich Eingang findet.
  2. Die Errichtung von direkten fußläufigen Verbindungen (Stegen), früher einfach und verständlich als Fußgängerübergänge (-brücken) bezeichnet, sind selbstverständlich notwendig und waren in den Projektstudien bereits enthalten. Daher kann es nicht nochmals unser Anliegen sein. Wir haben gesprochen, dass Herr BVStv. Kaindl eine verbreiterte Ausführung dieser Fußgängerübergänge als großen Erfolg der Bezirksvorstehung in der Diskussion mit dem Planer sieht.
  3. Ein umfassendes Verkehrs- und Umweltkonzept ist sicher ein wesentliches Anliegen. Dies zu erstellen wurde bereits von der Bezirksvertretung im abgelaufenen Jahr beschlossen und soll in Ausarbeitung sein. Wir sind auf das Ergebnis gespannt. Unsere Forderung ist ein Konzept, das den gesamten Umkreis des Verteilerkreise einschließlich der südlichen Teile Favoritens umfasst, damit man Auswirkungen des Projektes auch auf die Umgebung sieht.
  4. Die städtebauliche Komponente ist erst relevant, wenn die tatsächliche Verbauung feststeht. Hochhäuser am Verteilerkreis wären auf jeden Fall ein unüberwindlichen Hindernis.

 

Leider sind unsere WIRKLICHEN Anliegen in Ihrem Mail nicht zu finden. Da Sie uns im Gespräch mitgeteilt haben, dass der Petitionsausschuss eigentlich keine Möglichkeit bietet, ein Projekt tatsächlich zu beeinflussen, waren wir auf diesen Ausgang ja schon vorbereitet. Wir hätten uns aber erwartet, dass Sie uns wenigstens offen sagen, warum die Vertreter der Bürgerinitiative nicht noch zu einer Anhörung im Ausschuss geladen wurden. Leider ist das  ja das Schicksal fast aller Petitionen!!

Wie versichern Ihnen, dass wir uns unseren 1500 Unterschriftsleistern für die Petition und darüber hinaus bereits mehreren hundert neuen Unterstützern verpflichtet fühlen, unsere Anliegen weiter zu verfolgen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Gertraud Maier-Knapek und Wilhelm Deistler

Bürgerinitiative Verteilerkreis

Feinstaubbilanz 2014

Mail an die Bezirksvorstehung, die Klubobleute der im Bezirk vertretenen Parteien, Frau Stadträtin Vassilakou, den Vorsitzenden und dessen Stellverteter des Gemeinderatsausschusses für Stadtentwicklung, Verkehr, Klimaschutz mit der Bitte um Stellungnahme:

Positiv nahmen wir die Medienberichte die Feinstaubbilanz des Jahres 2014 betreffend auf, war doch die Belastung nahezu allerorts deutlich unter jener der Vorjahre.

Schon weniger positiv überrascht nahmen wir in weiterer Folge die Gründe für den Belastungsrückgang zur Kenntnis. Nein, es waren nicht die getroffenen politischen und legistischen Weichenstellungen, sondern der Rückgang basiert schlichtweg auf den „günstigen“ Wetterlagen des Jahres 2014.

Gar nicht mehr positiv allerdings empfanden wir die Detailergebnisse – spezielle jenes aus unserer unmittelbaren Wohnumgebung. Die Messwerte des Messpunktes am Laaerberg lagen über den gesetzlich erlaubten. In dieser Kategorie gab es österreichweit 2014 nur wenige andere.

Komplett Schluss mit Positiv war dann die Nachricht, dass es im letzten Dezennium am Messpunkt am Laaerberg laut Umweltbundesamt die Regel war, dass die gesetzlich erlaubten Feinstaubbelastungen nicht eingehalten wurden! Details entnehmen Sie bitte der Überschreitungsstatistik des Umweltbundesamtes,

Link: http://www.umweltbundesamt.at/ueberschreitungen

Die Planungsvorhaben am Verteilerkreis mit noch mehr Verkehrsbelastung hätten als Resultat, dass die Gesetzesübertretungen im Bereich der Luftqualität weiter prolongiert würden! Ein nicht nur indiskutabler, sondern auch ein ungesetzlicher Sachverhalt! Noch mehr Verkehr – noch mehr Feinstaub und weitere Dezennien mit Nichteinhaltungen der gesetzlich festgelegten Grenzen!

Die Frage an Sie: Was tun Sie als für unser Wohnumfeld verantwortlicher Politiker konkret, um die Atemluft unserer Kinder für diese weniger belastend zu machen und dafür, dass endlich die erlaubten Grenzwerte eingehalten werden. Wir ersuchen um Darlegung konkreter aktueller Maßnahmen, aber auch um zukünftig geplante. Wodurch wollen Sie vor dem Hintergrund der weiteren starken Verkehrszunahme durch die Verbauung des Verteilerkreises die Einhaltung der Luftgütekriterien in Zukunft gewährleisten, wenn die Einhaltung schon bisher nicht möglich war?!

Mit freundlichen Grüßen
Peter Kumanovits – Bürgerinitiative Verteilerkreis