BürgerInnenversammlung bringt keine Information über ein Verkehrskonzept

Zuerst möchte ich mich im Namen der Bürgerinitiative bei allen mehr als 600 Teilnehmern an der Versammlung für ihr Kommen danken. Es zeigt wie sehr das geplante Megaprojekt der ASFINAG von der Bevölkerung abgelehnt wird.

Die immer wieder getätigten Aussagen, wie

  • vom Verkehrsknotenpunkt zum spannenden neuen Stadtteil
  • Vier Hektar für ein modernes Wien
  • Neue Plaza als spannender Anziehungspunkt
  • und so weiter

kann man nicht mehr hören.

Der Verteilerkreis ist und bleibt, wie der Name sagt ein Ort, an dem sich zwei Bundesstraßen, B16 und B225 in Form eines Kreisverkehres kreuzen und der zusätzlich als Anschluss an die Südosttangente A23 mit je 2 Auf- und Abfahrten dient. Jeder Bau, der zusätzlichen Verkehr generiert oder anzieht verschlechtert die Situation an einem der stärkst frequentierten Wiener Verkehrsknoten dramatisch.

Die Bürgerinitiative verlangt immer wieder, dass ohne umfassendes Verkehrskonzept, Erarbeitung eines Sicherheitskonzeptes für den Not- und Katastrophenfall, sowie eines Umweltverträglichkeitsgutachtens keinerlei Verbauung des Alten Landgutes erfolgen darf.

Die von der Bezirksvertretung einberufene BürgerInnenversammlung stand unter dem Titel „Viola Park und Verteilerkreis – Verkehrskonzept“. Doch wer darauf eine Antwort erwartet hat, wurde schwer enttäuscht. Die anwesenden Sachverständigen mussten selbst zugeben, dass dieses Konzept bis jetzt nicht existiert. Es konnten auch keine Antworten auf besonders kritische Fragen zum Verkehrsablauf am Verteilerkreis gegeben werden, zum Beispiel:

  • wie soll das Ein-und Ausfahren aus der Parkgarage funktionieren?
  • wie viele Fahrzeuge können pro Stunde maximal in die Garage einfahren?
  • was passiert bei Störungen, Fehlbedienungen und Ähnlichem bei den Einfahrtsschranken?
  • kann das Hotel auch mit Reisebussen angefahren werden ?
  • wie funktionieren Lieferverkehre für Geschäfte und Hotel?
  • können Einsatzfahrzeuge der geplanten Polizeistation bei Staus überhaupt den Verteilerkreis zum Einsatz verlassen?

Zudem war die Organisation durch die Erweiterung der Themen seitens der Bezirksvorstehung auf Favoritenstraße und FH-Ausbau, damit Aufteilung auf vier Diskussionsgruppen und durch die erfreulich große Anzahl an Teilnehmer völlig überfordert.

Wir warten gespannt auf die versprochenen weiteren Info-Veranstaltungen.

 

Für die Bürgerinitiative gegen die geplante Verbauung des Verteilerkreises

Wilhelm Deistler