Offfener Brief an die Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner/SPÖ

Sehr geehrte Frau Bezirksvorsteherin Mospointner!

Ich möchte Ihnen schon zwei Wochen vor der Wahl eine mögliche Fehlinterpretation des kommenden SP-Wahldebakels der Wahlen am 11. Oktober ersparen. Die erheblichen Stimmverluste für die SPÖ-Favoriten werden Sie nicht ausschließlich einer weltpolitischen Ebene anlasten können oder einer EU-Migrationpolitik und einem Teilversagen der österreichischen Bundespolitik in Flüchtlingsfragen. Nein! Die hohen Stimmverluste werden auch auf Ihre Kappe gehen. Sie vergrämen hunderte UnterzeichnerInnen der Petition gegen die Verbauung des Favoritner-Verteilerkreises mit Ihrem Schweigen. Dutzendfach wurden in den letzten eineinhalb Jahren die SPÖ-Favoriten und die Bezirksvorstehung um eine klare Positionierung zu diesem gigantischen Projekt ersucht. Vergeblich! Außer Ablenkungsmanöver nur Schweigen. Wenn Sie also bitte am 11. Oktober das SP-Wahldebakel nicht der EU-Migrationspolitik in die Schuhe schieben, sondern vor der eigenen Türe kehren würden, wäre dies hoch angebracht. Wobei ich wenig Zuversicht besitze, dass mit so viel Ehrlichkeit zu Tage gegangen werden wird. Schreiben Sie doch, „die Information der Bevölkerung über die Bezirksentwicklung ist mir ein großes Anliegen“ (Favoriten Info – Eine Information der Bezirksvorstehung Favoriten Juni 2015, S. 1) und gleichzeitig prolongieren Sie Ihr eisernes eineinhalbjähriges Schweigen zur unfassbaren Hochhausverbauung des Verteilerkreises. Frau Bezirksvorsteherin, das ist keine ehrliche Politik, das wissen Sie auch und interpretieren hoffentlich Ihr sicheres Wahldebakel nicht falsch. Das ist nämlich nicht der EU geschuldet, sondern fußt auch hochgradig auf Ihrer Bezirkspolitik.

 

Mit freundlichen Grüßen

Peter Kumanovits

BürgerInneninitiative Verteilerkreis

Stellvertretend …

Zitat

Stellvertretend für die Statements, die uns per Mail erreichen, haben wir Hr. Plattner um Freigabe seiner Mail gebeten (Adresse der Redaktion bekannt):

Ich bin vehement gegen eine Verbauung des Verteilerkreises. Dieses Chaos und dieses Fiasko, welches durch die Verbauung entstehen wird, kann man sich nicht vorstellen!!!

Unternehmen Sie einfach  A L L E S  um das zu verhindern!!!

MfG

Josef Plattner

Der erste Schritt ist geschafft – 1.500 Unterschriften eingereicht!

Nein zum ASFINAG-Projekt am Verteilerkreis – 1500 Unterschriften gesammelt!

Am 28. Oktober 2014 hat die Bürgerinitiative gegen die Verbauung des Alten Landgutes (Verteilerkreis) in Favoriten ihre Petition mit Unterstützung von knapp 1500 Unterschriften
und entsprechender Begründung gegen das Projekt in der zuständigen Magistratsabteilung eingebracht.
Die Unterstützer verlangen, dass der Petitionsausschuss die zuständigen Organe der Stadt Wien auffordert, das Projekt Verbauung des Verteilerkreises in dieser Form abzulehnen.
Ein Verkehrs-„Verteilerkreis“ kann schon aus funktionalen Gründen kein „lebendiger Stadtteil“ werden, wie es die ASFINAG formuliert. Es fehlt hier auch keine „urbane Mitte“.

Dieses Vorhaben
• führt als zusätzlicher Verkehrserreger zu einer Steigerung des Verkehrschaos nicht nur im Bereich Verteilerkreis und A23 sondern auch im gesamten Raum südliches Favoriten
• verschlechtert massiv die Wohn- und Lebensqualität der betroffenen Bewohner und Kleingartenbesitzer
• bedroht die Sicherheit im Not- und Katastrophenfall durch Behinderung der Einsatzkräfte.

Wilhelm Deistler, Sprecher der Bürgerinitiative fordert: “Keine Baumaßnahmen ohne Verkehrs- und Sicherheitskonzept, sowie eines Umweltverträglichkeitsgutachtens. An diesem
verkehrskritischen Knoten so einen Verkehrserreger zu planen, ist städteplanerischer Wahnsinn.”
Weiters wird erwartet, dass der Petitionsausschuss den zuständigen Politikern in Wien empfiehlt, dass die Bürger bei derart massivem Eingriff in die Umwelt- und Lebensqualität
der betroffenen Bevölkerung rechtzeitig in die Planungen einbezogen werden.